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Brot und Spiele in Hechingen

Die Klassen 7 in der Villa rustica Hechingen

Zum Ausflug nach Hechingen haben uns am 9.Mai um 7.30 Uhr am Humboldt-Gymnasium getroffen und sind von dort aus mit dem Bus nach Hechingen gefahren.
In Hechingen angekommen, liefen wir ungefähr zehn Minuten zur Villa rustica hinauf.

In Baden-Württemberg gibt es etwa 1.500 Gutshöfe – die Villa rustica ist (wie der lateinische Name schon sagt) einer davon. Ca. 80 Jahre nach Christus wurde die Villa rustica erbaut. Sie wurde von 1978 bis 1981 ausgegraben und wieder aufgebaut.
Man fand u.a. Schlüssel, einen gut erhaltenen Kerzenständer, Schmuck und Münzen. Die Villa rustica hatte einen aufwändigen Baukomplex. Sie sieht mit ihren weißen Wänden und ihrem roten Ziegeldach von außen sehr schön aus.
Nach unserer Ankunft in der Villa rustica machten wir etwa fünf Minuten Pause,
dann ging es sofort mit der Besichtigung los.
Alter Römischer Mühlenstein
Als erstes durften wir Roggenkörner in einer Steinmühle zu Mehl mahlen. Abwechselnd wurde die Mühle von verschiedenen Schülern angetrieben.
Eine Steinmühle besteht aus zwei übereinander liegenden Steinen. An dem oberen Stein sind zwei Holzstangen befestigt, an denen jeweils zwei Schüler geschoben haben. Da dies eine sehr anstrengende Arbeit ist, haben wir uns ständig abgewechselt.
Zwei Schüler liefen hinterher und hoben das gemahlene Mehl mit kleinen Schäufelchen auf. Das Mehl wurde anschließend gesiebt, damit die Körner, die noch nicht gemahlen waren, wieder zurück in die Mühle gegeben werden konnten.
Römischer Holzkohlofen
In der Zwischenzeit haben zwei Mitschüler Feuer gemacht.

Wir haben das Mehl in Schüsseln gegeben und es mit Wasser, Salz und Honig zusammengerührt. Anschließend wurde die Masse von verschiedenen Schülern zu einem Teig geknetet. Jeder Schüler durfte sich eine Hand voll Teig nehmen und diesen zu einem Brötchen oder ähnlichem formen. Die geformten Brötchen wurden anschließend auf den Ofen gelegt und langsam gebacken.

Währenddessen durften wir Fußball spielen oder uns ausruhen. Es gab auch ein Mühlespiel aus Ton und Mosaiksteinen.

 

Nach unserer Pause gab es eine Führung durch die Villa rustica. Die Innenwände waren im Urzustand mehrfarbig bemalt, heutzutage sind sie weiß bzw. mit Holz verkleidet.
Da das Haus auf kleinen Säulen stand, konnte von unten ein Feuer angezündet werden, so dass die Bewohner der Villa rustica eine Fußbodenheizung hatten. Gegessen wurde früher nur mit Löffeln. Messer gab es nur in der Küche - dort wurde alles zerkleinert. Spielsteine und Würfel dienten zur Unterhaltung. Es gab ein Gemeinschaftsklo - bis zu 18 Leute gingen zusammen nebeneinander aufs Klo (ein Plumpsklo mit fließendem Wasser). Ein Brand zerstörte die Villa rustica.


Die damaligen Bewohner opferten Tiere, Wein und Getreide den Göttern. Ein Teil der Opfergaben nahmen sich die arme Bevölkerung oder Tiere. Die Hausherren hatten auch ein Hausschloss, das ein Vorläufer des heutigen BKS-Systems war.

Nach der Führung konnten wir uns an einem Kiosk direkt neben der Villa Rustica noch einen kleinen Imbiss oder ein Eis kaufen, bevor es mit dem Bus wieder nach Hause ging. 

Mir hat der Ausflug sehr gut gefallen und ich habe viele interessante Dinge kennen gelernt. Mich würde es freuen, wenn wir mal wieder einen solch tollen Ausflug machen würden.

Moritz Martin, Klasse 7 c


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